artaba

An important unit of dry capacity, primarily in the eastern Mediteranean, but found from Iran to Mexico, and from the 6th century bce to the 20th century. It originated in Persia, spread to Egypt and west.

  time period
Language 6
bce
        20th
ce.
Iran
(Persia)
          66 L
UN 1966
Egypt            
Greece            
Rome            
Arabic           66.
             

Table sources

1. United Nations 1966.

2. Century Dictionary

1

In ancient Egypt, a unit of dry capacity, about 36.18 liters.

2

In Egypt during the Greco-Roman period, a measure of dry capacity, about 27.13 liters.

sources

1

ἔχει ἀράβη μέτρα ῑ, τὸ δὲ μέτρους χύνεικες δ̅, ὥστε εἶναι τὴν ἀρτάβην χυνίκων μ̅

An artaba has 10 measures, and the measure has 4 choenices, so that the artaba consists of 40 choenices.

The artaba of 40 choenices, which is the largest known, corresponds with that mentioned by Galen (Hultsch, Script Metrol. p. 224) and the Tabulae Oribasianae (op.cit. p. 245), both authorities stating that the Egyptian artaba is equivalent to 5 modii (a modius is elsewhere stated to be equivalent to the Attic ἐκτεύς, which has 8 choenices; cf. 10 below). There is much variation in the size of the artaba, which in the Ptolemaic period could contain 36, 30, or 29 choenices (cf. note on Rev, Pap. XXV. 8), and in the Roman period still fewer.

The statement that the artaba is divided into 10 μὲτρα is remarkable, for though fractions of the artaba frequently occur in papyri and ostraca, the fraction ¹⁄₁₀ is not found, and μὲτρα in this sense hardly ever occurs, although μέτρον φοίνικο(ς) in cxvi. 11 is apparently a definite amount, and a μέτρον τετραχοίνικον (sometimes with the addition δρόμου or δρόμῳ) is often found, e.g. in ci. 40, for measuring corn. Possibly these units of 4 choenices are due to the influence of the Attic system of measures, which appears in the next list containing subdivisions of the medimnus. That the artaba, though an Egyptian measure, was somehow equated to the Attic standard appears e.g. from G. P. I. [Greek Papyri, Series I. An Alexandrian Erotic Fragment and other Greek Papyri, chiefly Ptolemaic, by B. P. Grenfell.] lvii. 10 ἀρτάβας ἑκατὸν εἴκοσι Άθηναίῳ μέτρῳ. (A discussion of this complicated subject will be found in Wilcken's forthcoming Griechische Ostraka, and in the next volume of Kenyon's Catalogue of the British Museum Papyri.)

Bernard P. Grenfell and Arthur S. Hunt.
The Oxyrhynchus Papyri. Part I.
London: Egypt Exploration Fund and Kegan Paul, Trench, Trübner Á Co., 1898.
IX. Page 79.

2

Photographs of 3rd and 6ᵗʰ century Egyptian papyri bearing receipts and orders for artabas of barley, onions and lentils can be viewed at:

http://scriptorium.lib.duke.edu/papyrus/records/786.html and .../839v.html

2

Als das übliche Getreidemass Aegyptens erscheint in den Ostraka, überstimmend mit den Papyri, während der ptolemäischen, römischen und byzantinischen Zeit die A r t a b e. Von den Medimnos, den Hultsch¹, gestützt auf Script. metr. I 258 § 5, als “das Hauptmaass des Trocknen” fur die Ptolemäerzeit constatirt, habe ich bisher urkundlich keine Spur finden können; vielmehr nennen auch die Papyri und Inschriften immer nur die Artabe und ihre Teile. Den Medimnos setzt der metrologische Autor a. a. O. auf 2 "alte ptolemäische" Artaben an. Vgl auch P. Oxyr. I 9 Verso 9.

Vorausgeschickt sei ein Wort über den Namen ἀρτάβη. Soweit ich die metrologische Literatur überblicke, scheint man allgemein die Artabe für ein altaegyptisches Mass zu halten, wenigstens spricht man überall auch von “Artaben” der Pharaonenzeit. Man stützt sich auf die Erklärung des Epiphanios (Script, metr. I 272): ὰρτάβη δὲ ἑχλήϑη ὰπὸ τοῦ παρ' Αὶγυπτίοις <ὲ>ρτοβ, sowie darauf, dass sich der Name im Koptischen als ⲉⲣⲧⲱⲃ und ⲉⲣⲧⲟⲃ erhalten hat.² Dagegen ist zu sagen, dass das koptische Wort, auf das sich Epiphanios bezieht, ein unaegyptisches Wort ist³, das nichts als eine durch das Griechische vermittelte Transscription eines persischen Wortes darstellt. Aus Herodot I 192 wissen wir, dass die

[Footnotes for preceding passage]

1. Griech. u. röm. Metrologie. 2. Aufl. 1882 S. 624, im Folgenden kurz als “Metrologie” citirt. Ich brauche nicht zu sage, dass auch ich, wie so Viele vor mir, durch dieses verdienstvolle Werk in das schwierige Gebiet eingeführt worden bin.

2. Metrologie S. 366 ff.

3. W. A. Schmidt (d. griech. Papyrusurk. 1842 S.221) hat ⲉⲣⲧⲟⲡ aus dem Koptischen als “Kubikfuss” erklärt. Das schwebt ebenso in der Luft wie seine anderen koptischen Etymologien.

[End footnotes]

Artabe ein μέτρον Περσιχόν war.¹ Wir sehen ferner aus Polyän IV 3, 32, dass diese medische Artabe, wie er sie nennt, in ¹⁄₃, ¹⁄₄,¹⁄₈,¹⁄₂₄,¹⁄₄₈ teilbar ist. Das ist aber genau dieselbe Gliederung, die wir unten für die ptolemäische und römische Artabe nachweisen werden, während die alten aegyptischen Fruchtmasse der Pharaonenzeit entweder dekadisch oder aber dyadisch in ¹⁄₂, ¹⁄₄, ¹⁄₈, ¹⁄₁₆, ¹⁄₃₂, ¹⁄₆₄ etc. geteilt waren.² Ich möchte daher annehmen, dass die Artabe, d. h. der Name dieses Masses und seine Gliederung, erst seit der persischen Occupation in Aegypten heimisch war³, eine Ansicht, die ich nachträglich auch von Eugène Revillout (Revue Egyptol. II S. 197) durch andere Ueberlegungen bestätigt finde.⁴

Was die Verwendung der Artabe betrifft, so werden in unseren Ostraka folgende Naturalien damit gemessen: Weizen (πυρός) und Gerste (χριϑή) passim, ferner Bohnen (χύαμοι), vgl. 834, 1013, Gemüse (λάχανον), vgl. 858, Sesam (σήσαμος), vgl. 7(53, 1520, Saflor (χνῆχος), vgl. 730, 1353, Kroton (χρότων, die Frucht des Kikibaumes), vgl. 727, 729, 737, 743, 1194.⁵ Für die Annahme von Hultsch (Metrologie S. 624), dass man mit der Artabe sowohl Trockenes als Flüssiges gemessen habe, bieten weder die Ostraka einen Beleg, noch die sonstige urkundliche Tradition, die sie gleichfalls nur als Mass für Trockenes kennt. Wenn Viereck (Berl.

[Footnotes for preceding passage]

1. Weitere Belege bei Sturz, de dialecto Macedonica 1808. S. 87.

2. Vgl. Eisenlohr, Mathem. Handbuch d. alten Aeg. S. 11 f.

3. In den Hieroglyphen bezeichnete man die Artabe in der Ptolemäerzeit mit demselben Wort, mit dem schon im Papyrus Rhind (II. Jahrtausend v. Chr.) das Getreidemass benannt war, mit ḥkt. Vgl. H. Brugsch, Die Aegyptologie S. 378 f.

4. Auch der alte Sturz a. a. O. vertritt die richtige Auffassung.

5. Neben manchen anderen Producten wurde natürlich auch das Salz nach Artaben vermessen. Vgl. Pap. Leipz. 11 Recto(sic), 2: ἁλος @@@@@@@ . Das heisst: “Für Salz, Artaben 1500 — 500 Drachmen”. Hier kostet also die Artabe Salz ¹⁄₃ Drachme = 2 Obolen. Dieser Passus ist von Wessely (Ber. der Sachs. Ges. Wiss. 1885, S. 253f.) missverstanden worden. Er liest die Stelle: ἁλος @@@@ und bemerkt dazu: “Das Salz wird hier mit dem Kyphi gemessen. Als die Römer dem ptolemäischen System der Hohlmasse ihren Sextar als Mass von 2 Kotylen hinzufügten, wurde auf diesen die Benennung Kyphi (oder Hin) übertragen”. Das geht auf die verfehlten Ausführungen von W. A. Schmidt (die griech. Papyrusurk. 1842 S. 257 ff.) zurück. Ein Mass Kyphi ist bisher nicht erwiesen. — Vgl. auch Grenfell (I) 29 (vom J. 105 vor Chr.) Z. 6: ἁλος, άρτάβας ες.

[End footnotes]

phil. Woch. 1896 Nr. 52 Sp. 1652) auf Grund von Rev. Pap. 39 Oel nach Artaben vermessen sein lässt, so ist das lediglich ein Irrtum, der auf der Verwechselung der Oele mit den respectiven Rohroducten beruht. Der Text spricht, wie auch der Herausgeber Grenfell nicht anders angenommen hat, lediglich von der Sesamfrucht, der Krotonfrucht. Dagegen hat im Rev. Pap. 55, 7 ff. auch Grenfell angenommen, dass die Artabe sich auf die Oele beziehe. Mit Recht sträubt er sich gegen diese Annahme. Es liegt aber kein Irrtum vor, wie er meint, vielmehr ist meines Erachtens dieser Stelle zu entnehmen, wieviel Artaben der einzelnen Fruchtsorten dazu gehörten, um einen Metretes (39.39 Liter) des betreffenden Oeles herzustellen. Danach wurde aus 5 Artaben Kroton, 8 Artaben Saflor, 7 Artaben Leinsamen, 12 Artaben Kolokynth je 1 Metretes des betreffenden Oeles producirt. Dass diese Deutung auch sachlich möglich ist, bestätigte mir mein verehrter College, Prof. von Rümcker, auf Grund von Untersuchungen, die er zu diesem Zwecke in der landwirtschaftlichen Versuchsstation hat ausführen lassen. Also werden auch an dieser Stelle des Revenue-Papyrus die Früchte, nicht die Oele nach Artaben gemessen.

Wenige Gebiete werden durch die neuerdings zu Tage gekommenen Papyri sowie durch unsere Ostraka so bereichert, wie gerade dieser Teil der Metrologie. Vergegenwärtigen wir uns, was bis jetzt über die Artabe und ihre Teile bekannt war. Wir wussten, dass die Ptolemäer die bis dahin in Aegypten gebräuchliche Artabe von 36.45 Litern auf den Betrag des attischen Metretes von 39.39 Litern erhöht haben, und nahmen an, dass diese Artabe, die von einem metrologischen Autor 4½ römischen Modien gleichgesetzt wird, bis auf die Kaiserzeit das übliche Getreidemass in Aegypten gewesen sei. Es war ferner bekannt, dass die Römer eine neue Reduction vorgenommen haben, indem sie eine Artabe = 3¹⁄₃ römischen Modien = 29.18 Litern einführten.¹ Während dies wohl ziemlich allgemein angenommen wurde, gingen die Berechnungen der Unterabteilung der Artabe, der Choinix (χοῖνιξ), weit auseinander. Manche

During Ptolemaic, Roman and Byzantine times the artaba appears in the ostraka as the usual Egyptian unit of capacity for grain, even more so in the papyri. Regarding the medimnos—which Hultsch, on page 258, § 5 of Metrologicorum Scriptorum Reliquiae, vol 1, describes as “the principal unit of dry capacity” in Ptolemaic times—I have, up to now, found no trace in the documents. Rather both the papyri and the inscriptions always speak only of the artaba and its subdivisions. The metrological author cited above sets the medimnos at 2 “old Ptolemaic” artaba. See also P. Oxyr. I 9 Verso 9.

First of all a word about the name ἀρτάβη . As far as I have surveyed the metrological literature, it seems that artabe is generally considered to be an ancient Egyptian measure, at least the “artabe” of the Pharaonic era is spoken of everywhere. One relies on the explanation of Epiphanius (Script. metr. I 272): ὰρτάβη δὲ ἑχλήϑη ὰπὸ τοῦ παρ 'Αὶγυπτίοις <ὲ>ρτοβ, and on the fact that the name has been preserved in Coptic as ⲉⲣⲧⲱⲃ and ⲉⲣⲧⲟⲃ.² On the other hand, it should be said that the Coptic word to which Epiphanius refers is an un-Egyptian word that is nothing but a transcription of a Persian word by way of Greek. From Herodotus I 192, we know that the artabe was a μέτρον Περσιχόν.⁵ Wir sehen ferner aus Polyän IV 3, 32, that this medicinal artaba, as he calls it, was subdivided into ¹⁄₃, ¹⁄₄, ¹⁄₈, ¹⁄₂₄ and ¹⁄₄₈ parts. But that is exactly the same arrangement, die wir unten für die ptolemäische und römische Artabe nachweisen werden, während die alten aegyptischen Fruchtmasse der Pharaonenzeit entweder dekadisch oder aber dyadisch in ¹⁄₂, ¹⁄₄, ¹⁄₈, ¹⁄₁₆, ¹⁄₃₂, ¹⁄₆₄ etc. geteilt waren.⁶ Ich möchte daher annehmen, that the artaba, that is, the name of this unit and its subdivisions, erst seit der persian Occupation of Egypt heimisch war⁷, an opinion, that I, supplementing Eugène Revillout (Revue Egyptol. II S. 197), proved to be true following another line of thought.⁸

1. Griechische und Römische Metrologie. Second Edition, 1882. Page 624, hereafter cited as “Metrology.” I need not say that I too, as so many before me, was introduced to this demanding field through this worthy book.

 

2. Metrology, pages 366 ff.

3. Wilhelm Adolf Schmidt (Die griechischen Papyrusurkunden der Königlichen Bibliothek zu Berlin, 1842, page 221) has ⲉⲣⲧⲟⲡ from the Coptic as “cubic foot”. That hovers in the air just like his other Coptic etymologies.

4. Further evidence from [Friedrich ] Sturz, De dialecto Macedonica [Lipsia] 1808. Page 87.

5. Compare [August] Eisenlohr, Mathematisches Handbuch der alten Aegypter: Papyrus Rhind des British Museum, Wiesbaden: Martin Saendig, 1877]. Page 11 f.

6. In hieroglyphsen bezeichnete man die Artabe in der Ptolemäerzeit with the same word, mit dem schon im Papyrus Rhind (2nd century bce) das Getreidemass benannt war, mit ḥkt. Compare H. Brugsch, Die Aegyptologie, page 378 f.

7. Also old Sturz, cited above, vertritt the correct interpretation.

8. Among many other commodities, salt was naturally also measured in artaba. Compare Pap. Leipz. 11 Recto(sic), 2: ἁλος @@@@@@@ . Das heisst: “Für Salz, Artaben 1500 — 500 Drachmen”. Hier therefore the artabe of salt cost ¹⁄₃ Drachme = 2 Obolen. This passage from Wessely (Ber. der Sachs. Ges. Wiss. 1885, S. 253f.) has become missunderstood. He reads the passage: ἁλος @@@@ and remarks about it: “Das Salz wird hier mit dem Kyphi gemessen. Als die Römer dem ptolemäischen System of capacity measures ihren Sextar als Mass von 2 Kotylen hinzufügten, wurde auf diesen die Benennung Kyphi (or Hin) übertragen”. Das geht auf die misguided remarks of W. A. Schmidt (die griech. Papyrusurk. 1842 S. 257 ff.) zurück. Ein Mass Kyphi ist bisher nicht erwiesen. — Compare also Grenfell (I) 29 (from 105 bce.) Z. 6: ἁλος, άρτάβας ες.

[End footnotes]

 

Ulrich Wilken.
Griechische Ostraka aus Aegypten und Nubien. Ein Beitrag zur Antiken Wirtschaftsgeschichte. Erstes Buch.
Leipzig and Berlin: Verlag von Giesecke & Devrient, 1899.
Page 738.

3

In Persia, and later Iran globe icon, 20ᵗʰ century (UN 1966), a unit of dry capacity, approximately 66.0 liters (approximately 1.87 U.S. bushels).

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